Juniorinnen-Auswahlen Gast der SG Lütgendortmund

35 Auswahlspielerinnen im Dortmunder Trainingslager

Ostern 2010
Die Cloppenburger Juniorinnen-Auswahl-Mannschaften der Jahrgänge 94/95/96 und 96/97/98 nahmen über die Ostertage an dem EASTER CITY EVENT in Dortmund, organisiert vom FÖRDERVEREIN JUNIORINNEN FUSSBALL e.V., teil.Nach dem in den Jahren 2007 bis 2009 Turniere in Leipzig (Kunstrasenhalle) und NL-Assen sehr erfolgreich mitgespielt wurden, stand in diesem Jahr ein Trainingslager mit Testspielen auf dem Programm.

Aufgrund der im letzten Jahr vorgefundenen Mängel (Unterbringung, Fahrtzeiten vor Ort) und der Vorgaben des Veranstalters EURO-SPORTRING konnten die Siegerpokale in Assen leider nicht verteidigt werden.So ermöglichte es uns der Abteilungsleiter des Juniorinnen- und Frauen-Fußballs der SG Lütgendortmund, Rolf Heinbach, Trainingseinheiten auf dem Sportplatz ‚Im Rauhen Holz’, im westlichen Stadtteilbereich von Dortmund gelegen, abzuhalten. Zudem organisierte er für beide Mannschaften Testspiele vor Ort. Leider konnte der neue Kunstrasenplatz nahe der Unterkunft nicht für Trainingszwecke genutzt werden.

Nach der Anreise am Karfreitagnachmittag folgte die Zimmerbelegung im Ashok-Hotel, zwischen DO-Lütgendortmund und DO-Dorstfeld gelegen. Die 35 Spielerinnen wurden in 2- bis 8-Bett-Zimmern untergebracht. Das Betreuerteam mit Ann-Kathrin Ferneding, Julia Rose, Ludger Thie, Matthias Arndt und Rudolf Wolken sorgte für eine passende Verteilung der Betten. Nach einem stärkenden Abendessen stand die erste Trainingseinheit auf dem Programm: Koordinations- und Geschicklichkeits-training im SPORTFORUM Castrop-Rauxel. Die Mädels mussten auf jeweils drei Spielfeldern Badminton und Squash spielen. Es machte allen viel Spaß und nach zwei Stunden waren sie ganz gut ausgepowert.

Am Karsamstag standen dann nach einem längeren Aufwärmprogramm die ersten Testspiele an. Die U16-Mädels (Jhg. 94/95/96) spielten gegen die B-Juniorinnen der SG Lütgendortmund (U17), die im Punktspielbetrieb in der starken Westfalen-/Regionalliga mit dem Unterbau mehrerer Zweit- und Bundesligisten spielen und dort zur Spitzengruppe gehören. Die sehr körperbetont und robust spielende Heimelf diktierte in der Anfangsphase das Geschehen, war aber vor dem Tor nicht sonderlich gefährlich. Marina Thie war ständig auf der Hut und fand am Anfang nur lösbare Aufgaben. Ab Mitte der 40minütigen Halbzeit bekamen Spielführerin Jenny Arndt und ihre Mitspielerinnen das Spiel in den Griff und erspielten sich selbst einige Chancen, die jedoch etwas überhastet vergeben wurden. So sah es schon nach einem 0:0 zur Pause aus, als kurz vor Ende der Schiedsrichter einen fragwürdigen Elfmeter pfiff. Die Gastgeberinnen ließen sich nicht zweimal bitten und lochten zum 1:0 ein.
In Halbzeit 2 präsentierten sie sich dann noch stärker. Sie übernahmen wieder das Kommando und zeigten gute Kombinationen und viel Zug zum Tor. Folgerichtig erhöhten sie mit einem Doppelschlag um die 50. Spielminute auf 3:0. Doch die CLP-Mädels hielten weiter gut dagegen und befreiten sich ein wenig vom Druck. Leider wurden die Spielzüge nicht konsequent zu Ende gespielt und so verpufften die Chancen im Ansatz. Leider gelang es nicht, die SG-Mädels über eine längere Phase unter Druck zu setzen. Dazu zeigten diese mehr körperliche Präsenz und mehr Erfahrung. Diese nutzten sie dann auch in den letzten 10 Spiel-minuten: nach einer schönen Flanke erzielten sie ihren vierten Treffer und in der letzten Minute den 5:0-Endstand. Dabei nutzten sie auch kleine Abstimmungsunsicherheiten im Abwehrbereich. Alles in allem jedoch ein verdienter Sieg.

Im Anschluss folgte die Partie der U14-Mädels (Jhg. 96/97/98) gegen die C-Juniorinnen der SG Wattenscheid, deren Frauen-Mannschaft ja aktuell noch in der 2. Bundesliga spielt... Die Wattenscheiderinnen zeigten von Beginn an eine sehr gute Spielan-lage und einen robusten Einsatz. Den CLP-Auswahlspielerinnen merkte man dagegen an, dass auf dem 11er-Feld noch etwas die Erfahrung fehlt – die meisten Spielerinnen sind noch in 7er-Mannschaften auf dem Kleinfeld im Einsatz... Nichtsdestotrotz hielten die Mädels gut dagegen und nahmen den Kampf an. Im Laufe der 35-minütigen 1. Halbzeit konnten sie sich dann vom Druck befreien und selbst gefällig nach vorne spielen. Die wenigen Torchancen wurden jedoch etwas überhastet vergeben. Da machten die SG-Spielerinnen es dann besser und gingen nach gut 25 Minuten mit einem platzierten und harten 25-Meter-Schuss ins rechte untere Toreck in Führung. Keeperin Wiebke Möller hatte keine Chance.
Nach der Halbzeitpause dann sofort das nächste Gegentor – das Betreuerteam befürchtete nun Schlimmes... – doch die Mädels zeigten eine tolle Moral und hielten weiter gut dagegen. Aber die Wattenscheider Mädels waren heiß und gaben weiter Gas: nach einem langen Ball kam es zu einem Missverständnis zwischen Keeperin Möller und Abwehrspielerin Jana Schulte. Beide waren nicht entschlossen genug und so freuten sich die SG-Gäste, deren Spielerin schnell die Situation erkannte und geschickt einnetzte.Kurz vor Schluss dann nach einer Ecke sogar noch das 4:0 für die Wattenscheider zum verdienten Endstand. Die körperliche Überlegenheit war insgesamt gesehen ausschlaggebend für den Sieg  --  wieder eine gute Erfahrung für die Entwicklung unserer Auswahl-Mädels... 
Leider blieb nicht viel Zeit zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch, da die Wattenscheider zum Spiel Schalke gegen Bayern wollten und wir auch unter Zeitdruck standen:  als Programmhighlight stand der Besuch des Bundesligaspiels BVB 09 gegen Werder Bremen an.

Das ausverkaufte Dortmunder Signal-Iduna-Park-Stadion bot mit den über 80.000 Zuschauern eine tolle Atmosphäre und Stimmung. Da auch das Spiel sehr unterhaltsam war, war es sicherlich ein sehr schönes Erlebnis. Zumal die Mädels auch noch ein wenig die Ruhrpott-Rivalität zu Schalke mitbekamen, da deren Gegentore von der Südtribüne sehr emotional bejubelt wurden. Der ereignisreiche Tag klang dann nach einem längeren Gang durch die Dortmunder City mit dem Besuch eines Bowling-Centers und anschließender S-Bahn-Rückfahrt aus. 

Der Ostersonntag begann dann nach dem ausgiebigen Frühstück mit einer etwas längeren Trainingseinheit im ‚Rauhen Holz’. Leichte Laufarbeit und einige balltechnische Übungen standen auf dem Programm. Dazu für die U14 noch einige spieltaktische Anweisungen und für die U16 Zweikampfverhalten und kleine Torschuss- und Flankenübungen.Leider musste dann das geplante U16-Spiel gegen die SG Wattenscheid wegen derer Personalprobleme (kurzfristige Einsätze bei den Frauen) abgesagt werden – aber für die Mädels kein Problem, so konnten einige ihre kleineren Blessuren auskurieren... Die U14-Mädels spielten jedoch gegen die C-Juniorinnen der SG Lütgendortmund. Und sie zeigten, dass sie gewillt waren, die taktischen Vorgaben umzusetzen. Von Anfang an versuchten sie, die Räume eng zu machen und dadurch das Passen der Gegen-spielerinnen zu verhindern. Dieses gelang sehr gut – Sophie Moormann und Jana Schulte schicken ihre Mitspielerinnen immer wieder vor und schafften so oftmals Überzahlsituationen in Ballnähe. Dieses wurde dann in eigene Torchancen umgemünzt: nach einem Lattenschuss von Aylin Fidanci nahm Christin Marks sich aus 25 Metern ein Herz und verfehlte das Ziel nur knapp.  Sophie Schleper, Celina Seeger und Christin Marks trieben das Spiel weiter an und so erarbeitete man sich ein kleines optisches Übergewicht. Folgerichtig dann die Führung durch Lea Harms: nach einer guten Kombination über die linke Seite verwertete sie den Querpass sicher. 
In Halbzeit 2 dann ein ähnliches Bild: tolle kämpferische Einstellung und gute Ballstafetten sorgten wieder-holt für Gefahr vor dem Tor der Heimelf: ein Schuss von Celina Seeger ging noch knapp daneben, dann jedoch traf Christin Marks nach einer Kontersituation und schönem Pass von Vivien Lünemann zum entscheidenden 2:0 !! Die Heimelf war danach nicht mehr in der Lage, den CLP-Kasten entscheidend in Gefahr zu bringen... – alles in allem ein gerechtes Ergebnis. 

Der Tag klang mit einem erholsamen Besuch im „Aquapark Oberhausen“, einem neu gestalteten Fun-Schwimmbad mit einem Bergbauambiente, aus. Die Mädels hatten dort viel Spaß und konnten sich im Wasser ein wenig regenerieren. Am Ostermontag ging es dann früh weiter, zurück Richtung Heimat – mit einem Zwischenstopp im westfälischen Nottuln, wo auf der tollen Sportanlage des SV GW Nottuln die abschließenden Spiele anstanden.  

Die U14-Mädels spielten zum Auftakt gegen die C-Juniorinnen der Grün-Weißen. Leider kamen die CLP-Girls mit dem ungewohnten Kunstrasenplatz nicht so besonders zurecht. Zudem steckten einigen Spielerinnen die vorhergehenden Tage doch in den Knochen. Im Defensivverhalten wurden die eroberten Bälle zu leicht wieder verloren und so war das Tor von Wiebke Möller ständig in Gefahr. Nach gut einer Viertelstunde schlugen die Gastgeberinnen dann erstmals zu: ein hoher Ball sprang vom Innenpfosten ins Tor – unhaltbar!! Die GW-Spielerinnen erhöhten dann den Druck und nutzten die Unsicherheiten im Abwehrverhalten ziemlich konsequent aus; es folgten die Tore Nummer 2 und 3 zum Halbzeitstand...Der sollte dann nicht lange halten: kurz nach Wiederanpfiff folgte das 4:0. Erst nach dem 5:0 durch einen schönen 18-Meter-Schuss schafften es dann Sophie Schleper, Christin Marks und Vivien Lünemann jedoch, die Bälle länger zu halten und ein gutes Pass-Spiel zu zeigen. So konnte die Partie ausgeglichen gestaltet werden. Auch die Abwehrspielerinnen standen nun besser zum Ball und ließen der Heimelf  nicht mehr so viele Entfaltungsmöglichkeiten. So gelang ihnen erst kurz vor Schluss ein weiterer Treffer zum 6:0 Endstand. 
Insgesamt jedoch eine tolle Mannschaftsleistung der jungen Truppe um Spielführerin Sophie Schleper – die Spielerinnen konnten für die kommenden Aufgaben einiges lernen und sehen, wo sie sich im körperbetonten Spiel noch verbessern können...

Es folgte das letzte Spiel der U16-Mädels gegen die B-Juniorinnen von GW Nottuln, die in der Spitzengruppe der örtlichen Bezirksliga zu finden sind. Auf dem zweiten Kunstrasenplatz verschliefen die CLP-Girls die ersten fünf Minuten des Spiels:
1. Minute: nach einem schweren Fehler von Laura Kock sagte der Gegner ‚Danke’ und ging mit 1:0 in Führung.; 4. Minute: nach einer Ecke erkennt Alina Tholen die Situation nicht schnell genug und lässt ihre Gegenspielerin schießen. Der Ball setzt vor Keeperin Pia Pille noch mal kurz auf und rutscht ihr dann durch die Hände – ärgerlicher Fehler, aber nicht zu ändern....Es stellte sich dann schon die Frage, wie das Spiel sich weiter entwickeln würde... Aber Sarah Banemann setzte ein positives Zeichen: in der 8. Minute gelang ihr nach toller Kombination über die linke Seite mit einem 20-Meter-Schuss der Anschlusstreffer...Danach konnten die CLP-Mädels das Spiel ausgeglichen gestalten und hatten durch Sarah Banemann, Joy Bredehorst, Sina Osterhus und Michelle Meyer sogar die besseren Torchancen; da die Abwehr um Tieneke Kröger und Jenny Arndt/Simone Lammers dann keine zwingenden Torchancen mehr zuließ, blieb es beim 2:1 für die Grün-Weißen – insgesamt gesehen ein etwas glücklicher Erfolg der Heimelf...  Auch wenn die Ergebnisse es vielleicht nicht so aussagen – zwei gute Auftritte der U16-Auswahl, die für die weiteren Aufgaben im Auswahl-Förder-Cup hoffen lassen. 

Das Betreuerteam zeigte sich mit den insgesamt gebotenen Leistungen sehr zufrieden und hofft auf eine positive Auswirkung für die anstehenden Aufgaben im Weser-Ems-Pokal und Auswahl-Förder-Cup !! Die Stimmung unter den Mädels war auch sehr gut, alle hatten viel Spaß und es wurde viel gelacht  --  und die neuen Betreuerinnen wurden sehr gut aufgenommen!!  

Die Cloppenburger Auswahlen spielte in Dortmund und Nottuln in folgender Besetzung:

U16 (94/95/96)

Tor:
   Marina Thie (BV Cloppenburg), Pia Pille (BV Essen)

Feld:  Jenny Arndt, Laura Koopmann, Tieneke Kröger, Nastasja Bührmann, Michelle Meyer, Nelly Krogmann, Sina Osterhus (alle BV Cloppenburg), Katharina Moormann (BV Essen), Wiebke Skibba (STV Barßel), Muriel Block (SV Harkebrügge), Alina Tholen, Laura Kock (beide Hansa Friesoythe), Joy Bredehorst (SV Cappeln), Sarah Banemann (SG Altenoythe/Neuscharrel)

U14 (96/97/98)

Tor:
   Wiebke Möller (BW Galgenmoor)

Feld:  Sophie Schleper, Sophie Moormann (beide BV Essen), Jessica Höhne (VfL Löningen), Jana Schulte (FC Lastrup), Simone Lammers, Vivien Lünemann (beide SV Harkebrügge), Aylin Fidanci, Vanessa Lehwald (beide BV Varrelbusch), Celina Seeger (BV Garrel), Christin Marks (BV Cloppenburg), Eileen Sprock, Lena Gehlenborg (beide SV Bösel), Laura Meyer, Lea Harms, Alina Buxmann, Emily Hobusch (alle BW Ramsloh), Nele Wortmann, Melanie Niehaus (beide TuS Emstekerfeld) 

Betreuerteam:  Ann-Kathrin Ferneding, Julia Rose (beide BV Garrel), Matthias Arndt, Ludger Thie (beide BV Cloppenburg), Rudolf Wolken (SV Thüle)

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Alle beteiligten Mannschaften sowie der Betreuerstab


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hinten von links: Joy Bredehorst, Nelly Krogmann, Jenny Arndt, Sina Osterhus, Laura Koopmann, Muriel Block, Alina Tholen, Laura Kock, Michelle Meyer

vorne von links:
  Sarah Banemann, Tieneke Kröger, Marina Thie, Pia Pille, Nasti Bührmann, Wiebke Skibba, Katharina Moormann


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hinten von links: Rudolf Wolken, Lea Harms, Laura Meyer, Jana Schulte, Eileen Sprock, Nele Wortmann, Simone Lammers, Christin Marks, Jessica Höhne, Celina Seeger

vorne von links: Sophie Moormann, Sophie Schleper, Alina Buxmann, Wiebke Möller,  Vivien Lünemann, Vanessa Lehwald, Emily Hobusch, Melanie Niehaus, Aylin Fidanci

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